Apr 21

So gut wie jeder deutsche Versicherer hat eine private Haftpflichtversicherung im Angebot und vergleichen lohnt sich. Die Preisspanne für die Absicherung bewegt sich zwischen 40 € und 150 €, je nach Anbieter und Leistungsumfang. Es gibt einige Punkte, auf die der Versicherungsnehmer unbedingt achten sollte, wenn ein passender Versicherungsschutz gesucht wird.

© Pixelio, Michael Grabscheit

© Pixelio, Michael Grabscheit

Eine private Haftpflichtversicherung sollte nach Möglichkeit immer ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden, da die Ersparnis in der Prämie wirklich minimal ist. Eine Selbstbeteiligung von 150 € spart im Durchschnitt nicht einmal 10 € Beitrag. Sie lohnt sich also erst, wenn der Vertrag mindestens 15 Jahre schadenfrei verläuft, sonst zahlt der Versicherungsnehmer unterm Strich mehr.

Leistungsunterschiede bei der Haftpflichtversicherung

Daneben gibt es bei den Leistungen sehr große Differenzen und das beginnt schon bei der Versicherungssumme. Standard sind heute Versicherungssummen von 10 Millionen € pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Einige Versicherer bieten aber immer noch deutlich geringere Versicherungssummen. Außerdem sind die zusätzlichen Leistungserweiterungen stark unterschiedlich. Eine gute private Haftpflichtversicherung sollte immer eine Forderungsausfall-Deckung enthalten. Diese greift immer dann, wenn bei dem Versicherungsnehmer durch einen Dritten ein Schaden verursacht wird, dieser aber keinen Schadenersatz zahlen kann. Dann übernimmt die eigene Haftpflichtversicherung den Schadenersatz und behandelt den Versicherungsnehmer wie eine dritte Person.

Haftpflichtversicherungen für Familien und Mieter

Wenn im Haushalt Kinder vorhanden sind, sollte die Abdeckung auch Schäden durch deliktunfähige Kinder enthalten. Kinder unter sieben Jahren können generell nicht haftbar gemacht werden, wenn sie das Eigentum von Dritten beschädigen. Hier kann die erweiterte Deckung für Frieden in der Nachbarschaft sorgen, wenn zum Beispiel ein parkendes Fahrzeug durch ein Kind beschädigt wurde.

Für Mieter von Wohnungen oder Häusern ist auch eine Mietsachschäden-Deckung empfehlenswert, die immer dann die Haftung übernimmt, wenn der Versicherungsnehmer die Mieträume weder vorsätzlich, noch grob fahrlässig beschädigt. Je nach Größe der Wohnung bzw. des Hauses sollte die Absicherung hier mindestens bei 500.000 €, besser aber noch deutlich darüber liegen, um das Haftungsrisiko zu begrenzen.

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